
Der Opferstein von Quoltitz
Das kleine Dorf befand auf halbem Weg zwischen Gummanz und Nardevitz, westwärts führte ein Weg nach Bobbin.
Heute fährt man z.B. von Sagard kommend auf die Landstraße nach Neddesitz und biegt an der Jasmund-Therme links nach Quoltitz/Nardevitz ab.
Auf dieser Strecke ist dann am Wasserwerk der Opferstein ausgeschildert. Man läuft von hier ca. 800 Meter in den Wald hinein.
Die Wüstung Quoltitz ist noch gut zu erkennen. Mauerreste, Treppen und Fundamente von Wohnhäusern und Stallungen findet man heute in einem jungen Waldstück direkt an der Wegkreuzung, die einst die Mitte des Dorfes war.
Das Dorf existierte bis in die 1950er Jahre und wurde dann im Zusammenhang mit der Schließung des Quoltitzer Kreidebruchs, in dem einige der Bewohner arbeiteten, aufgegeben.
Der Name "Opferstein Quoltitz" ist seit 1832 überliefert. Er ist einer der größten Granitfindlinge Rügens. Auf der Oberseite befinden sich kleine Näpfen aus der jüngeren Steinzeit. An den beiden Längsseiten befinden sich die Negative von etwa einem Dutzend herausgeschlagener frühgeschichtlicher Mühlsteine. Die große Querrille stammt vermutlich aus dem Mittelalter und sollte der Zerteilung des Steins dienen.
Wir empfehlen den Besuch des Opfersteins mit Verbindung eines ausgedehnten Waldspaziergangs, einer Radtour oder einer Reitwanderung. Sie können vom Kreidemuseum Gummanz oder von Neddesitz aus starten.
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