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Der Herthasee
Der Herthasee liegt auf der Halbinsel Jasmund, im Nordosten der Insel Rügen. Der See ist ungefähr 170 Meter lang, 140 Meter breit und bis zu 11 Meter tief. Sie erreichen ihn zu Fuß vom Parkplatz Hagen kommend oder aus Richtung Königsstuhl. Die Wanderung führt Sie direkt durch den schönen Nationalpark Jasmund.

Am nordöstlichen Ufer des Sees befindet sich die Herthaburg, eine bis zu 17 Meter hohe Wallanlage aus der Zeit der slawischen Besiedlung vom 8. bis 12. Jahrhundert.

Um den Herthasee rankt folgende Sage:

Auf Rügen lebte nach dem Glauben der alten Germanen die Göttin Hertha. Ein geheiligter Buchenwald, Stubbenitz genannt, umgab einen tiefen See. In den Wäldern, mit den Gewändern der Göttin bedeckt, standen ihre Wagen, mit denen sie jährlich im Geleite eines einzigen Priesters viermal die Erde durchfuhr. Heilige Kühe zogen das Gefährt der Göttin der Erde, und wohin dasselbe kam, war Freude und Fülle, Glück und Zufriedenheit. Wenn sie an einem Orte verweilte, bat sie nach einiger Zeit den Priester, dass er sie heimwärts geleiten möge. Stets tat er, was die Göttin von ihm forderte. Zurückgekehrt, wurde in dem See ihr Wagen, Gewand und ihr Bildnis gereinigt, alle Sklaven aber, die sie dabei bedienten, von ihr im See geopfert, damit keiner sie jemals verriet.

Wie das Christentum Einzug auf Rügen gehalten, ist die Göttin nie mehr gesehen worden. Der See aber liegt noch heute düster und abgeschlossen. Wenn seine Wellen erzählen könnten, würden sie sicher sagen, wo der Wagen und die Gewänder, vielleicht auch ihr Bildnis verborgen liegen.

(Quelle: Sagen und Märchen der Ostsee, Autor: Karl Willnitz, Erscheinungsjahr: 1932, Neuaufgelegt: 2005, Verlag: Godewind; Auflage: Nach einem Original der 1. Aufl. v. 1932 (12. Mai 2005))
Der Sagen- und Opferstein
Der Opferstein liegt auf dem Wanderweg zum Königsstuhl in der Nähe der Herthaburg und des Herthasees im Nationalpark Jasmund. Auf dem Stein kann man Abdrücke sehen, die als Fußabdruck eines Erwachsenen, eines Kindes und eines Hasen zu deuten sind. Auch um diesen Stein rankt eine Sage. Demnach soll eine Jungfrau angeblich mit dem Teufel im Bunde gestanden haben. Bei der Reinheitsprobe erschien ihr ein Kind als Engel und ging mit der Jungfrau über den Stein. Der dritte Abdruck auf dem Stein war der Teufel in Gestalt eines Hasen.

Der in der Nähe befindliche Opferstein ist vermutlich im 19. Jahrhundert extra für Touristen an diese Stelle gebracht worden. Die gern zitierte Blutschale und die rinnenartige Aushöhlung wird immer wieder aufs Neue rot angestrichen. Die vor dem Stein liegende „Blutschale“ sollte angeblich zum Auffangen des Blutes dienen. Jedoch wurde sie ebenfalls wie der Stein extra an diesen Ort gebracht und ist lediglich ein Mahlsteintrog. Für diese Steine gibt es also keine belegten Sagen sondern nur Geschichten, aber dennoch sind sie ein beliebtes Fotomotiv und machen die Sage rund um den Herthasee noch eindrucksvoller.

Herthasee mit dem Sagen- und Opferstein


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