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Gemeinde Kluis - Historisches

Historisches aus Kluis und Umgebung.

Die Gemeinde Kluis ist eine der ältesten Ansiedlungen im Westen der Insel Rügen, in die sich fünf Ortsteile eingliedern. Kluis wurde 1314 erstmalig urkundlich erwähnt. Im Jahre 1316 werden als Besitzer von Pansevitz die Crassowe, später Krassows genannt, erwähnt. Die Familie Krassow begann am Ende des 16. Jahrhunderts mit dem Bau des Herrenhauses Pansevitz.

Der Name der Gemeinde ist eindeutig slawischen Ursprungs, obwohl es für die Frühzeit dieser slawischen Besiedlung noch keine konkreten Hinweise gibt. Wechselvoll wie die Herrschaft über Rügen durch Dänen, Schweden, Franzosen und Preussen ist auch die Geschichte der Höfe und Gemeinden im Gebiet von Westrügen.

Nach 1945 entwickelte sich die Agrarstruktur von kleinbäuerlichen Betrieben zu großflächigen, über das gesamte Gemeindegebiet greifende Agrarbetriebe. Leider sind in dieser Zeit die Schönheiten der Geschichte, so auch die Gutshäuser, vernachlässigt worden.

In Venz-Hof hinter einem Wäldchen steht das im 16. Jahrhundert erbaute Herrenhaus Venz. Beim Bau dieses Schlosses wurden Reste slawischer Verteidigungsanlagen mit einbezogen. Ein mittelalterlicher Wohnturm wurde erbaut. Das Mauerwerk besteht aus massiven Backsteinmauern mit Feldsteinen und hat kreuzgewölbte Kelleranlagen.

In einer Sage wird berichtet, daß der Seeräuber Klaus Störtebeker am Venzer Burgwall einen seiner Schlupfwinkel hatte.

Weitere Herrenhäuser gibt es in Silenz (umgebaut um 1800) und in Schweikvitz (umgebaut um 1840). Zur Gemeinde gehörte auch der Ort Varsnevitz (altes Adelsgut), das in den 70er Jahren restlos abgerissen wurde.

Das Schloß Pansevitz

Das Schloß Pansevitz wurde im 16. Jahrhundert erbaut und erfuhr im 18. Jahrhundert erhebliche Umbauten (aufwendiger Flügelanbau im Stil der deutschen Renaissance).

In den 50er und 60er Jahren wurde das Schloß vernachlässigt, ja sogar Steine für andere Zwecke abgetragen. Heute steht daher nur noch eine Ruine. Der dahinter befindliche ehemalige Gutspark bestand in Teilen schon im 17. Jahrhundert. Es folgte eine Erweiterung mit zwei großen, heute zum Teil noch erhaltenen Lindenalleen.

Im 19. Jahrhundert wurde der Park im Stile eines englischen Landschaftsparkes um gestaltet, wobei die Lindenalleen und Waldstücke einbezogen wurden. Dieser Teil des Parkes enthält die bereits erwähnten dendrologischen Seltenheiten. Es ist geplant, den Pansevitzer Park wieder in alter Schönheit erstehen zu lassen.
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